Botanik

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Das Johanniskraut zählt zu den ausdauernden Pflanzen. Das bedeutet, es lebt mehrere Jahre lang und bringt im Laufe seines Lebens mehrmals Blüten und Früchte hervor. Das Johanniskraut verfügt über eine stark verästelte und spindelförmige Wurzel, die bis zu 50 Zentimeter in den Boden hineinreicht. Der Stängel erreicht eine Höhe von 15 Zentimetern bis hin zu 1 Meter. Er ist durchgehend zweikantig und enthält – im Unterschied zu anderen Johanniskrautarten – ein Mark. Oben ist er stark verzweigt, unten verholzt.

Die Blätter des Echten Johanniskrauts sind eiförmig bis länglich. Sie sind gegenständig angeordnet, werden maximal 3 Zentimeter lang und verfügen über zahlreiche Öldrüsen. Diese geben dem Johanniskraut den Anschein, durchlöchert zu sein. Diesem Umstand verdankt das Johanniskraut seinen lateinischen Namenszusatz perforatum (= durchlöchert).

Die Samen haben eine Länge von ungefähr 1 Millimeter und sind länglich, gebogen und fein netzförmig.

Das Johanniskraut wächst auf trockenem bis mäßig feuchtem Boden. Darüber hinaus muss der Boden, damit Johanniskraut gedeihen kann, stickstoffarm sein, darf aber nicht stark sauer sein. Die Bestäubung des Johanniskrauts erfolgt in der Regel per Fremdbestäubung durch Insekten. Die räumliche Trennung von Griffelästen und Staubbeutelbündeln macht eine Selbstbestäubung schwierig. Beim Schließen der Blüten hüllen die schrumpfenden Kronblätter jedoch die Blüte wieder ein. Dann ist auch eine Selbstbestäubung möglich. Die Verbreitung der Samen erfolgt durch den Wind oder Tiere.