Stellungnahme zur US-Studie Ginkgo und Demenz

Karlsruhe, den 18.11.2008. Wenig überraschend: bei 79jährigen Patienten wurde die Demenzentstehung durch Ginkgo nicht gebremst. Allerdings nahmen nur 60 % der Studienteilnehmer ihre Medikamente richtig ein.
 
In unserer Gesellschaft erreichen immer mehr Menschen ein immer höheres Lebensalter, die Lebensarbeitszeit wird länger und im Alltag ist die Verdichtung von Informationen. So ist es von besonderem Wert, über Möglichkeiten zu verfügen, das Gehirn lange und gut funktionsfähig zu halten. Die Wirkungen von Ginkgoextrakt reichen von Verbesserungen der Konzentrations- und Gedächtnisleistung bei unbeeinträchtigten Personen über Verbesserungen der Informationsverarbeitung und Merkfähigkeit bei Personen mit leichten Beeinträchtigungen ab 50 Jahren bis hin zu Patienten mit Alzheimer-Krankheit.
 
Bei der Alzheimer-.Krankheit handelt es sich nach heutigem Wissen um eine Krankheit, die die Nervenzellen  etwa 15 bis 20 Jahre lang schädigt, bevor Symptome entstehen, die man den Betroffenen anmerkt und medizinisch überprüft werden können. Bislang gibt es kein Mittel, das die Krankheitsprozesse in den Nervenzellen unterbricht, die Krankheit stoppt oder zurückbildet.
 
Behandelt werden heute die äußeren Symptome wie z.B. fortschreitende Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen, Störungen des Planens von Handlungen, Unruhezustände usw. Bei Auftreten von äußeren Symptomen ist die Krankheit im Gehirn also bereits weiter fortgeschritten.
 
Auch von Ginkgo-Extrakt wurde nie behauptet, dass er den Krankheitsausbruch verhindert. Dennoch hatten amerikanische Forscher die Hoffnung, dass Ginkgo-Extrakt bei 79jährigen Personen die Demenzentstehung verhindert und dies wissenschaftlich messbar wird. Ein ehrgeiziges Unterfangen, vor dem auch andere Wirkstoffe zur Behandlung der Alzheimer-Krankheit bereits kapitulieren mussten.
 
In die jetzt vorgestellte Studie wurden 79jährige Personen ohne äußerlich erkennbare Anzeichen einer Alzheimer-Krankheit einbezogen. Dann wurden mehrere Jahre abgewartet und nun untersucht, ob die Studienteilnehmer, die den Extrakt einnahmen, weniger häufig an einer Demenz erkrankten. Das wenig überraschende Ergebnis: in der Studie konnte der Extrakt das Ausbrechen der Krankheitssymptome nicht beeinflussen.
 
Dies überrascht die Kenner nicht. Man weiß heute, dass in der Phase, bei der nur wenige Jahre  bis zum Ausbrechen von Symptomen bleiben, auch nur geringe Einflussmöglichkeiten bestehen. Und genau das bestätigte sich in dieser Studie: Bei knapp unter 80jährigen Personen, die in den darauf folgenden Jahren sichtbar an Demenz erkranken, kann es sein, dass ein bereits jahrzehntelanger Entstehungsprozess der Nervenschädigung abgelaufen ist. Dieser Prozess konnte in dieser Studie nicht beeinflusst werden.
 
So gesehen zeigt die US-Studie vor allem eine Grundsätzlichkeit unserer Gesellschaft auf, nämlich wie wichtig es ist, frühzeitig etwas für den Erhalt einer guten Gehirnleistung zu unternehmen!
 
Gerade unter den heutigen Lebensbedingungen ist es daher besonders wertvoll, dass wir mit Ginkgoextrakt über eine verträgliche und gut wirkende Besserungsmöglichkeit bei nachlassender mentaler Leistungsfähigkeit verfügen. So sind in den letzen Jahren selbst bei ab 50jährigen günstige Wirkungen auf die Konzentration und das Gedächtnis bestätigt worden. Auch Symptome der Alzheimer-Krankheit werden mit Ginkgoextrakt gebessert, wie zum Beispiel die Gehirnleistung, die Fähigkeit zur Alltagsbewältigung und auch die Lebensqualität.
 
Und das Wissen über die Wirkungsweise des Extraktes wächst weiter. Unlängst wurde festgestellt:
 
  • eine lebensverlängernde Wirkung von Ginkgoextrakt nach mehrjähriger Einnahme
  • der Extrakt fördert unmittelbar diejenigen Stoffwechselmechanismen, die unser Gehirn für ein gutes Gedächtnis und eine gute Informationsverarbeitung benötigt – in dieser Form als bislang einziger Wirkstoff weltweit
  • der Extrakt verbessert die Energieversorgung in den Nervenzellen und unterstützt sie ganz unmittelbar bei ihrer täglichen Arbeit.
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