Baldrian und Melisse – zwei sehr alte Heilpflanzen
Baldrian (Valeriana officinalis)
Der Baldrian eine bekannte Heilpflanze
Der Baldrian (Valeriana officinalis) ist zwar eine sehr alte Heilpflanze, seine beruhigende und schlaffördernde Wirkung wird allerdings erst in der modernen Medizin genutzt.
Schon die alten Griechen und Römer wussten um die Heilkraft der Baldrian-Gewächse. Aber auch in der Heilkunde Chinas, Indiens und der arabischen Ländern blickt Baldrian auf eine lange Geschichte zurück. Zunächst als Mittel gegen Entzündungen, zur Förderung der Menstruation und zur Entwässerung verwendet, kamen im Mittelalter neue Anwendungen hinzu, die vor allem den Magen-Darm-Trakt betrafen.
Im „Kleinen Destillierbuch’“ des Hieronymus Brunschwig aus dem Jahr 1500 wird Baldrian als Heilpflanze gegen Augenleiden angepriesen. Als Baldrian dann auch vorbeugende Wirkung gegen die grassierende Pest zugeschrieben wird, gilt es bald als eine Art „Allheilmittel“
Erst am Ende des 18. Jahrhunderts erkannte man, dass die Inhaltsstoffe der Baldrianwurzel eine beruhigende Wirkung haben. Heute ist allgemein anerkannt: Baldrian ist eines der wirksamsten Mittel bei nervöser Unruhe und Schlaflosigkeit!
Melisse (Melissa officinalis)
Die Melisse ergänzt die Wirkung des Baldrians
Zitronenmelisse wird seit der Antike in der Heilkunde hochgeschätzt. Schon Plinius (1. Jrh. n. Chr.) erwähnt die Melisse in seiner „Naturalis historia“ als Heilpflanze mit beruhigender Wirkung. Diese Anwendung setzt sich – neben anderen – das ganze Mittelalter hindurch fort.
Heute ist die heilende Wirkung von Melisse bei Unruhezuständen und Einschlafstörungen wissenschaftlich anerkannt. Besonders empfehlenswert ist ihre Kombination mit Baldrian.
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