Die Arzneipflanzen Baldrian und Melisse
Der Baldrian
Baldrian wächst oft an Weg- und Waldrändern
Baldrian (Valeriana officinalis) gehört zur Familie der Baldrian-Gewächse, die über 150 Pflanzen umfasst. Der botanische Name „Valeriana“ stammt vom lateinischen Wort „valere“ für „kräftig und gesund sein“ ab. Der deutsche Name „Baldrian“ geht vermutlich auf den nordischen Lichtgott Balder (Baldur) zurück.
Baldrian-Gewächse sind weltweit verbreitet. Man trifft sie vor allem in gemäßigten Zonen, wie den Waldregionen Europas und Amerikas, an. Die krautigen Baldrianpflanzen wachsen häufig an Weg- und Waldrändern. Sie können bis zu einem Meter hoch werden. Der in der Medizin zur Behandlung von Stress und Schlafstörungen verwendete Baldrian (Valeriana officinalis) zeichnet sich durch weiße bis rosafarbene, doldenartige Blütenstände und gefiederte Blätter aus. Medizinisch verwendet werden Extrakte aus der Baldrianwurzel.
Die Zitronenmelisse
Die Zitronenmelisse
Die (Zitronen-)Melisse (Melissa officinalis) gehört zu den Lippenblütlern und ist im Balkan, Klein- und Westasien beheimatet, in Mittel- und Südeuropa wird sie angebaut
Sie ist ein mehrjähriges Kraut, das bis 80 cm hoch wird. Stängel und Blätter trägen Drüsenhaare, die beim Zerreiben einen starken Zitronengeruch hervorrufen. Die etwa 1 cm langen, weißlichen Blüten stehen in blattachselständigen Scheinquirlen.
Die Bezeichnung „Melisse“ ist aus dem Griechischen abgeleitet und bedeutet „Biene“, da die Pflanze früher häufig als Bienenweide“ eingesetzt wurde.
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