Übeltäter Prostata
Die vergrößerte Prostata engt Harnblase und Harnröhre ein
Unter Harndrang und Beschwerden beim Wasserlassen leiden sowohl Frauen als auch Männer. Während beim weiblichen Geschlecht meist eine Beckenboden-Schwäche dafür verantwortlich ist, ist beim Mann die Vorsteherdrüse (Prostata) der Übeltäter. Normalerweise kastaniengroß, kann die Prostata mit dem Alter die Ausmaße einer Orange annehmen.
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Gutartige Vergrößerung der Prostata – natürlicher Alterungsprozess
Die gutartige Vergrößerung der Prostata ist ein normaler Alterungsprozess, der bereits mit 30 Jahren beginnen kann. Mediziner sprechen von Benigner Prostata-Hyperplasie (BPH), der Volksmund sagt „Altersprostata“. Jeder zweite Mann zwischen 40 und 60 Jahren hat eine vergrößerte Prostata, und von den über 80-Jährigen sind fast alle betroffen. Warum die Prostata überhaupt wächst, ist nicht eindeutig geklärt. Wissenschaftler vermuten, dass Veränderungen im männlichen Hormonhaushalt ihr Wachstum anregen.
Natürlicher Prozess mit lästigen Folgen
Die gutartige Prostatavergrößerung ist an und für sich ein natürlicher Prozess und ist nicht zu verwechseln mit einem bösartigen Tumor der Vorsteherdrüse, dem Prostatakarzinom. Allerdings kann die Benigne Prostata-Hyperplasie unangenehme Beschwerden auslösen:
- Wächst die Prostata in Richtung Harnröhre, engt sie diese ein und es entsteht hier und am Blasenausgang ein Druck – mit der Folge von häufigem und plötzlichem Harndrang.
- Die beengte Harnröhre verursacht auch beim Wasserlassen selbst Schwierigkeiten: Der Harn kann nicht mehr ungehindert abfließen. „Startschwierigkeiten“, Restharn-Gefühl und Nachträufeln sind die Folgen.
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